Beitragsfoto: Floragard

Gartenplan erstellen​

Der Anfang ist leicht: Mach einen Spaziergang durch deinen Garten. Nimm am besten Stift und Papier gleich mit und zeichne die Umrisse des Gartens schon mal ein. Besonders hilfreich wird das später für die Planung, wenn du ungefähr maßgetreu arbeiten – am leichtesten ist der Maßstab 1:100 (Ein Zentimeter auf dem Papier entspricht einem Meter in der Natur). Notiere, wo sich Gebäude, Wege, Gefälle und große Pflanzen befinden. Gibt es Gefahrenstellen, wie ein überwucherter Teich oder giftige Pflanzen? Auch der Blick über den Gartenzaun lohnt sich: Stören dich neugierige Blicke vom Gehweg? Oder die schmutzige Garagenwand des Nachbarn? Dann mach eine Notiz im Plan. In die Bestandsaufnahme gehören auch Himmelsrichtung und schattige oder sonnige Plätzchen im Garten. Gegebenenfalls sammelt sich nach Regen irgendwo Wasser oder es gibt besonders windige Ecken, nimm diese ebenfalls mit auf. Die Grundlage für den Neuanfang ist geschafft.

Bestandsgarten: Welche Pflanzen solltest du behalten?​

Alte Obstbäume oder vogelfreundliche Hecken sind ein Geschenk im wilden Garten. Sie sind perfekt an den Boden angepasst, bringen Sichtschutz und Leben in den Garten. Und das alles ohne Wartezeit oder teure Kosten für einen ausgewachsenen neuen Baum. Hier lohnt sich ein gründlicher Rückschnitt, um die Bäume zu verjüngen und große Schattenflächen zu vermeiden. Nur bei alten Bäumen solltest du lieber vorsichtig schneiden. Klar ist: Kranke Äste und Pflanzen müssen weg. Die erkennst du an der schrumpeligen Rinde, oft sind die Äste dunkler als die anderen oder mit Moos und Algen bewachsen. Im Frühjahr sprießen hier keine Knospen. Ein Tipp: Egal ob der Rasen bleiben soll oder nicht, schneide ihn erstmal herunter. So siehst, ob sich zum Beispiel ein alter Natursteinweg darunter verbirgt. Solche Materialien am besten nicht wegwerfen – die kannst du später wiederverwenden. Müll, große Steine oder alte Zaunreste müssen natürlich raus. Grünannahmestellen nehmen große Baumschnitte an, für die kein Platz in der Biotonne ist. Oft ist das kostenlos, manchmal holen die Behörden das Grüngut sogar ab. Die Entsorgung im Wald ist verboten, Verbrennen nur in Ausnahmen gestattet.

Frau trimmt Rasen im blühenden Naturgarten
Der Rasentrimmer „Advanced-GrassCut 36V-23-750“ passt seine Leistung automatisch an die Aufgabe an und trimmt so Gras, Unkraut oder Gebüsch mit möglichst langer Akku-Leistung.
Foto: Bosch Home & Garden
Mann schneidet Hecke im Garten mit Heckenschere
Die akkubetriebene Heckenschere „PHG 2-18“ erleichtert die Gartenarbeit mit Teleskopgriff, leichtem Gewicht und abwinkelbarem Schneidkopf. Foto: Kärcher

Diese Pflanzen solltest du nicht wachsen lassen​

Der gigantische Baum, der die Südfenster verschattet, die invasive Kirschlorbeerhecke oder die Brombeerbüsche und Brennnesseln, die den ganzen Garten zu überwuchern drohen, müssen im nächsten Schritt weichen. Achte darauf, dass du Unkraut mitsamt Wurzeln ausgräbst, damit es nicht direkt wiederkommt. Baumstümpfe und Totholz kannst du in diesem Schritt entfernen. Einige Quellen raten, diese als Unterkunft für Tiere stehen zu lassen, andere warnen vor Krankheiten, die so im Garten bleiben. Achte darauf, welche Pflanzen unter Naturschutz stehen, ob es Zeitfenster gibt, in denen du gesetzlich nicht roden darfst oder ob Tiere in Pflanzen wohnen. Dann musst du warten, bis die Bewohner ausgezogen sind. Aber: Mach eine Notiz im Gartenplan, bevor du den Brennnesselwald und anderes Unkraut bekämpfst. Das hilft bei der Planung. Behalte das im Hinterkopf, wir kommen später darauf zurück.

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Naturgarten, Nutzgarten oder pflegeleichter Garten?​

Jetzt ist Ordnung im Garten: Du kannst endlich neu planen. Weißt du bereits, was für einen Garten du willst? Wenn du Kinder hast, lohnt sich eine Rasenfläche für wilde Federballspiele und die Schaukel. Im Naturgarten blühen heimische Pflanzen. Er fördert Artenvielfalt, bietet wilden Tieren Unterschlupf und ist pflegeleicht. In den Nutzgarten musst du mehr Arbeit stecken, dafür baust du Obst, Gemüse und Kräuter für die eigene Küche an. Hier lohnen sich rückenfreundliche Hochbeete. Überlege dir auch, wie der Garten wirken soll. Wünschst du dir versteckte Sitzecken, verschlungene Wege, organische Formen? Oder soll der Garten geradlinig und aufgeräumt wirken? Auch dein erster Plan kommt jetzt wieder ins Spiel: Wo ist die Sonnenterrasse am besten aufgehoben? Brauchst du noch eine Hecke zum Sichtschutz? Musst du womöglich bestehende Bäume oder Sträucher umpflanzen, um Schatten zu vermeiden oder eine Terrasse möglich zu machen? Zeichne deinen Traumgarten auf. Passt alles? Dann kannst du Beete abstecken, Unkraut oder Rasen entfernen, den Boden auflockern und mulchen.

Moderner Innenhof mit Sonnenschirm und Seerosenteich
Den Sonnenschirm „Hyperion“ kannst du stufenlos neigen, den Mast um 360 Grad drehen. So ist der Schatten immer da, wo er gebraucht wird. Foto: Knirps

Welche Pflanzen für welchen Boden?​

Erinnerst du dich noch an den Brennnesselwald, den du brav katalogisiert hast? Jetzt wird er hilfreich. Brennnesseln sind sogenannte „Zeigerpflanzen“, wie viel anderes Unkraut auch. Das heißt: Du kannst anhand des frei wuchernden Gestrüpps erkennen, welche Pflanzen sich wo im Garten wohlfühlen. Die Brennnessel zum Beispiel zeigt nähr- und stickstoffreichen Boden an. Wo Klatschmohn wächst, ist der Boden sandig, Wiesenknöterich warnt vor Staunässe. Auch hilfreich: Schau mal zum Nachbarn. Gibt es Pflanzen, die bei ihm besonders gut oder schlecht wachsen? Die Chancen stehen gut, dass du ähnlichen Boden hast. Wenn du jetzt noch beachtest, wie viel Platz und Sonne die Pflanzen brauchen, hast du die besten Voraussetzungen für einen gesunden Garten. Gut zu wissen: Nicht alle Pflanzen sind gute Beetnachbarn. Knoblauch und Erdbeeren vertragen sich zum Beispiel bestens, während Auberginen und Tomaten keine Freunde werden.

Frau gärtnert im Hochbeet mit Katze
Beim hölzernen Hochbeet „Charlie“ haben Schnecken und Wühlmäuse schlechte Chancen und die Pflanzen können in Ruhe gedeihen. Vor allem, wenn der passende Frühbeetaufsatz „Günther“ mit von der Partie ist. Foto: Hoklartherm/Jukers Media and More
Rote Badewanne als Hochbeet im Garten
Der „Alles Streichen Lack!“ in der Farbe „Orange mit Spritz“ macht ein Hingucker-Beet aus der alten Badewanne. Der Lack hält unter anderem auf Holz, Kunststoff und Metall und ist für Outdoor-Möbel geeignet. Foto: MissPompadour

Braucht man Gärtner, um den Garten zu sanieren?​

Wenn du deinen verwilderten Garten in Eigenleistung wiederherstellen willst, brauchst du viel Zeit, viel Fitness und gute Planung. Du solltest dazu in der Lage sein, Pflanzen zu bestimmen und die Möglichkeit haben, größere Abfälle zu entsorgen. Ist dein Garten klein, nicht zu überwuchert oder nimmst du sich immer nur einen kleinen Teil des Gartens vor, ist das durchaus möglich. Schneller geht’s mit dem Landschaftsgärtner, der die Erfahrung, Werkzeuge und Technik gleich mitbringt. Das ist sinnvoll, wenn du neue Wege, Terrassen oder Teiche anlegen möchtest, und spart viel Zeit, Frust und Schweiß, wenn du eine große oder stark überwucherte Fläche roden musst. Damit du die Kosten einschätzen kannst: Eine Flächenrodung kostet je nach Bewuchs 40 bis 100 Euro pro Quadratmeter. Wenn du noch für andere Arbeiten einen Gärtner einsetzen willst, kannst du mit einem Stundenlohn von 35 bis 60 Euro rechnen. Das Gute: Ein Gärtner schützt dich vor unnötigen Kosten. Zum Beispiel, wenn dir die frisch gekauften Pflanzen eingehen, weil der Boden nicht zu ihren Bedürfnissen passt.

Ideen für den perfekten Garten finden​

Alles fertig? Dann wird es Zeit, das Draußenwohnzimmer zu genießen! Wenn du auf der Terrasse loungst oder im Garten werkelst, probiere die neuen Systeme gleich aus und überlege dir, wo der Garten noch Feinschliff braucht. Vielleicht möchtest du in eine Markise investieren, wenn du im Sommer auf der Terrasse brätst– oder Budget für eine Terrassenüberdachung mit Seitenglas sammeln, falls es zieht. Vielleicht brauchst du doch ein Hochbeet mehr, weil der Rhabarber ein gesamtes Beet allein eingenommen hat oder du verliebst dich spontan in eine Hollywoodschaukel, für die noch Platz geschaffen werden muss. Fakt ist: Jede Sekunde, die du draußen verbringst, schult den Blick für deine Outdoor-Wünsche – und ebnet somit den Weg zum perfekten Garten.

Moderne Terrasse mit roter Markise und Garten
Die Markisentuch-Miniserie „FineLine“ umfasst vier Farbthemen. Foto: markilux